Seitzenhahn im Taunus
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Die Geschichte des Dorfes Seitzenhahn


  • Zeittafel von Seitzenhahn     

Das zwischen Bleidenstadt und der Wambacher Schanze über dem Aartal gelegene, im 14. Jahrhundert Sizinhagin genannte Dorf liegt an einem Verbindungsweg zwischen Bäder- und Aarstraße.

Vor dem 30jährigen Krieg sollen hier neun Familien gewohnt haben, 1746 bestand der Ort aus 12 Häusern. Im Jahr 1700 beschloss Georg August Samuel von Nassau-Idstein, dessen Vater Johann rund 50 Jahre zuvor die Michelbacher Hütte gegründet hatte, die Errichtung eines Eisenhammers an der Aar nordwestlich des Dorfes. Nach wechselndem Erfolg wurde die namentlich heute noch bestehende Hammermühle 1862 verkauft und in eine Sägemühle umgewandelt.

Gegenwärtig leben in Seitzenhahn etwa 1300 Einwohner. An der südlichen Gemarkungsgrenze bildet die zu Wambacher Gebiet gehörige Grobweiler Schanze, ein im 30jährigen Krieg angelegtes Bollwerk zur Sicherung des Rheinzuganges, einen Eckpunkt des Gemeindegebietes.

Der Siedlungskern an Talstraße und Eltviller Straße zeigt weitgehende Veränderungs- und Auflösungserscheinungen. Rest historischer Bausubstanz: Scheune Eltviller Straße 39, Torsturzbalken von eigenwilliger Form mit vortretendem Mittelteil; hier (unleserliche) Inschrift und Datum, wahrscheinlich 18. Jahrhundert. Nach mündlicher Auskunft soll die Scheune früher in Bärstadt gestanden haben. Schönes Tor, 19. Jahrhundert.