Vergessenes oder Unbekanntes
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Vergessenes - Verschwiegenes - Unbekanntes 
Viele Ereignisse unserer unmittelbaren Vergangenheit ist in Vergessenheit geraden, vieles wird aber (immer noch) gerne Verschwiegen. Jüngeren Menschen oder "Zugezogenen" sind sie schlichtweg unbekannt.

In der Literatur ist darüber nur wenig zu finden. Meistens beruhen die Angaben nur auf Informationen von Zeitzeugen. Als Bestandteile des Zeitgeschehens sollten sie aber trotzdem aufgeführt werden.

Taunusstein - Bleidenstadt
  • Auf der Hohen Wurzel war ein Horchgerät installiert.
  • Nordwestlich Hohen Wurzel gab es eine Scheinwerferstellung.
  • Auf dem Schillberg, Gewann Freie Äcker gab es eine Scheinwerferstellung.
  • südlich der heutigen Theodor-Heuß-Straße und östlich der Kurt-Schumacher-Straße wurde um 1944 mit dem Bau eines Ausweichkrankenhauses begonnen.
  • Ein Kriegsgefangenenlager (Ukrainer, Russen, Franzosen) gab es in einer Turnhalle hinter der heutigen Volkshochschule in der Theodor-Heuß-Straße.
  • Ein SS-Zwangsarbeiterlager gab auf dem Gelände der ehemaligen Firma Kurz Ladenbau (heute Neubaugebiet). In ihm wurden damals Vergasungsholz für Holzvergaser hergestellt.
  • Einen Stollen gab es gegenüber der Kirchstraße 25.
  • Splittergräben gab es in Höhe der Burgstr. 2 und an der Luisenstraße unterhalb des Bahnhofs.
  • In den Schrebergärten hinter der ev. Kirche, sowie südwestlich der Kirche im "Köpfchen" zwischen der K703 und der Bahn und in dem Bereich an der Pfannkuchenwiese sollen sich unterirdische Bunker befunden haben.
Taunusstein - Hahn
  • Auf dem Krekelberg und westlich der B54 (auf Wiesbadener Gebiet) gab es Scheinwerferstellungen
  • Südlich der Kesselbachstraße, östlich der Bahnlinie gab es ein Munitionslager. Die Säuberung hatte Jahrzehnte in Anspruch genommen. 
  • Im Haus Hubertus östlich der Eisernen Hand (auf Wiesbadener Gebiet unmittelbar an der Hahner Gemarkungsgrenze gab es einen Horchposten der Dienststelle Canaris.
  • Hinter dem Forsthaus Altenstein in Richtung Hirschgraben befand sich ein Kriegsgefangenenlager (bis 1945 Franzosen, danach Russen, die in der Landwirtschaft halfen)Franzosen bis 1945, danach Russen).
  • In Hahn befand sich ein RÜBAU, ein Außenkommando des Arbeitserziehungslagers in Frankfurt-Heddernheim.
  • Nahe dem Bahnhof befand sich eine große Halle, in der militärisches Gerät gelagert war, das von LKW regelmäßig abtransportiert wurde.
  • Schutzbauten gab es 
    • in der Schützenstraße (etwa in Höhe der Nr. 14, d.H. etwa 150 m hinter dem Weg zu Gesamtschule
    • in der Schützenstraße 1 (Splitter-Unterstand)
    • gegenüber dem Kriegsgefangenenlager am Forsthaus Altenstein, auf der anderen Seite des Weges, der von der B 54 zum Hirschgraben führt. Hier hatten Holzarbeiter einen kleinen Bunker für die Nachbarschaft gebaut
Taunusstein - Neuhof
  • Im Wald nahe dem ehemaligen Segelfluggelände (Platte) befand sich ab Mitte der 20er Jahre eine Anlage, die später von der Flieger-HJ genutzt wurde. Es handelte sich um zwei Hallen, in denen Segelfluggerät gelagert war.
Taunusstein - Niederlibbach
  • Nach Zeugenaussagen befand sich in Niederlibbach ein Bunker, doch konnte dessen Lage nicht genau angegeben werden.
Taunustein - Orlen
  • Es gab ein Kriegsgefangenenlager für Franzosen.
  • Im Schulgraben, heute hinter der Stadthalle am Ende des Limeswegen befand sich ein Tiefbunker
  • Außerdem gab es mehrere Splitterschutzgräben.
Taunusstein - Wehen
  • Vor der Einmündung des Lequaijepaads in den Eschbachweg gab es eine Scheinwerferstellung.
  • Auf dem Halberg gab es eine Funkstelle.
  • Im Wehener Schloß wurden zeitweise Gefangene inhaftiert.
  • Dies gilt auch für das Eckhaus Schloßgraben/Weiherstraße
  • Das Frauenpolizeigefängnis in Wiesbaden (Friedrichstr.) unterhielt etwa im Sommer 1944 eine Außenstelle in Wehen. Die Lage ist nicht mehr bekannt.
  • Es gab Bunker/Schutzbauten in 
    • Weiherstr. 23
    • Glockenstr. 6, d.h. hinter dem alten ev. Pfarramt
    • im Berg hinter dem ehem. Deutschen Haus (Stollenbunker)
  • Unklar ist die Zweckbestimmung einiger sehr gut ausgestatteter Baracken, die sich nach Augenzeugenaussagen östlich der Erlenmeyerstraße, in Höhe der Nrn. 9 und 11 befinden haben sollen.
Flugzeugabstürze
  • 2.1.1944; nordöstlich von Wingsbach, in der Flur "in der Weckenwiese", Notlandung eines britischen Bombers
  • 21.21944; im Wald am Roßkopf südlich des Herzogsweges
  • 9.6.1944; in der Flur "Im Dornbusch" östlich des Seitzenhahner Friedhofes, Notlandung
  • 4.9.1944; östlich von Orlen, im Bereich des Zugmantels, Absturz eines kanadischen Bombers 
  • 12.9.1944; in der Flur Lumbach südlich von Orlen, Absturz eines Jagdflugzeuges
  • 12.9.1944; beim Friedhof in Watzhahn, Absturz eines Jagdflugzeuges
  • 19.11.1944; östlich der Schanze bei Seitzenhahn, Absturz eines amerikanischen Bombers
  • Herbst 1944; Absturz zweier deutscher Flugzeuge zwischen Hoher Wurzel und Biegel
  • weitere Abstürze soll es gegen haben: nahe dem ehem. Neuhofer Segelflugplatz, bei der Stiftsmühle in Bleidenstadt und im Raum Neuhof-Orlen